Yipi Yaeye Schweinebacke
Die Woche begann mit einer Pressekonferenz der Ligaleitung: "Wir möchten uns vielmals für die Verwirrung um den Trainerposten in Blackburn entschuldigen. Ein Tippfehler der Presseabteilung führte zu diesem Vorfall, was aber in keinster Weise auch nur im geringsten Sinne gegen den Trainer der Rovers gehen sollte. Im Gegenteil: Wir lieben Schotten über alles, vor allem weil sie guten Whiskey herstellen, allerdings weniger für ihre Fussballkünste. Michael K. ist Trainer bei den Bolton Wanderers geworden und nicht bei den Blackbourn Rovers. Ein Vorfall wie dieser darf und wird nicht mehr vorkommen, denn die gesamte Presseabteilung wurde nach Indien outgesourced. Von jetzt an wird nur noch höchste Qualität im allwöchtenlichem Newsletter zu finden sein. Ich danke ihnen."
Und damit sind wir dann auch schon im Ligageschehen. Trainer Twixen hat aufgehört und überläßt seinen Posten den Co-Trainer. Auch einige andere sind gegangen und gekommen, weshalb ein Blick auf die aktuelle Trainerliste lohnt. Und damit zum ZAT.
Ein wenig frischer Wind wehte durch die News and Rumours, Abteilung Championhip. Trainer Michael K. machte dort seine Aufwartung und hat damit genauso viele Artikel wie der Everton FC unter der Führerschaft Flinx. Vielleicht schlägt er sich ja auch genauso Gut wie das Urgestein. Zuerst gings für ihn nach Sunderland zu den Black Cats. Diese fahren wie eine Dampflokomotive in Richtung Premier League und kaum einer vermag sie aufzuhalten.
Doch irgendwann ist immer das erste mal und so kassierte Sunderland die erste Heimniederlage der Saison. Und auch gegen die Baggies machten die Tortters eine gute Figur: 3:0 war hier der Endstand, was diesen ZAT zu einem perfekten Einstand für Michael K. macht.
Schlechter erging es da Trainer Neuginho, der mit Reading noch dicht das goldene vom Ei gefunden hat. Ein Punkt gegen die Wolves, man könnte also meinen, dass man zwei Niederlagen eingefahren hat. Aber man muss das ganze auch mal von der positiven Seite sehen: man hat die Ehre in der zweit besten Liga auf diesem Planeten zu spielen, da muss man sich zusammenreißen, wenn man die goldene Ananas gewinnen will. Und mit ein bisschen harter Arbeit kann man auch Aufsteigen - das Motto der Harriers dieser Tage, den Philosophie ist ein ganz hartes Pflaster.
Ansonsten hat sich in der Liga nicht wirklich viel getan. Platz 1 bis 5 sind immer noch die gleichen und das obwohl die Black Cats keines ihrer beiden Spiele gewinnen konnten. Einziger Lichtblick: Auch Watford schleicht sich langsam wieder in Richtung Aufstiegsplätze. Man fragt sich also, wer als erstes oben einbrechen wird.
Premier League: Wie kubanische Ziggaren- Verboten gut. Und auch die Presse kam aus dem Laufen nicht mehr heraus: wo man hinsieht, irgendwie hatte jeder Trainer was zu sagen. Es ging um 007minis Job, um Karneval, um die Sitzplatzverteilung in den Stadien (Ja, die Ligaleitung hat auch nun auch gesehen, das da nur noch 20 statt 20.000 steht), Musik und ... Musik. Wie man ja schon vorweg gelesen hat, Minis Job ist sicher. So sicher wie die Null Auswärtspunkte bei den Rovers. Dabei fing alles so gut in Plymouth an. Vor Halbzeit führte man 0:2, nach der Halbzeit immer noch. Da dachte man eigentlich, dass der Sack zu ist, in der die Katze steckt, aber denkste. Die Gyles ballerten aus allen Rohren und trafen dabei auch das Tor. 5:4 war hier der Endstand, die Rovers geschlagen. Wenigstens konnte man gegen die Gunners noch ein paar Punkte hohlen, denn in Newcastle schien nicht mal die Sonne. Für jedes Tor von Blackburn gab es ein Tor für die Magpies. Dumm nur, das diese vorher schon 1:0 führten. So kam es also, dass man am Ende 3:2 verlor. Immerhin ist man nicht wieder in den Tabellenkeller gefallen, sondern nur auf Platz 10.
Im düsteren Tabellenkeller, dort im Abstellraum hinter dem Wasserboiler, finden wir die Bluebirds und die Canaries. Zwei schräge Vögel auf Tauchstation. Scheinbar ist die Liga nicht gut zu vögeln. Und das, obwohl der mutierte Wellensittich letzte Saison so gut wie alles gewonnen hat: Meisterschaft, Pokal, goldene Hinmbeere. Vielleicht sollte Bender mal den guten Hodges fragen, wie das so geht mit den vielen Gegentoren. 34 an der Zahl sinds, mit Abstand das Beste, was die Premier League zu bieten hat.
Das Waliser keiner mag, ist ja hinlänglich bekannt, die Situation um Cardiff hat sich aber wohl nur deshalb so zugespitzt, weil man es wagte, als Aufsteiger und Waliser nach dem ersten ZAT die Tabellenspitze zu entern. Möglicherweise wäre hier eine Entschuldigung angebracht, soll ja helfen. Oder man fragt unseren Exil-Schotten, wie man sich in the best Liga of the world s durch schlägt. Vielleicht mit walisischen Rasen...
Coach Saeger hat sich seit langem mal wieder in der News And Rumours blicken lassen und kündigte an, alles und jeden zu gewinnen. Scheinbar hat mein endlich einen Hacken hinter die letzte Saison gemacht und räumt das Feld nun von hinten auf. Als erstes sicherte man sich den Platz vor Fulham, die diese Woche sage und schreibe 12 Plätze in in das Niemandsland der Liga abrutschte. Das heißt allerdings nichts viel, denn bis zu Platz sechs sinds nur vier Punkte (Herta BSC läßt grüßen...), bis zur Europaleague sogar nur fünf.
Mit diesem Hintergedanken kann sich im Prinzip jeder im Mittelfeld motivieren. Nur einen Sieg mehr als die da oben, schon ist man Meister. Naja, fast. Ein bisschen mehr gehört schon dazu. Themawechesel: Everton scheint sich ganz gut erholt zu haben nach einer Saison Championship. Platz 9 in der Liga, man hat Oberwasser. Ebenso wie die Lilywhites, oder die Irons, oder, oder, oder. Nur die Red Devils nicht. Aus den gewollten sechs Punkten sind drei geworden, ein Punkt weniger als am letzten ZAT. Dabei waren die doch mal Tabellenführer. Interessanterweise heißt das ja nie irgendwas, alles ist drin, alles ist möglich.
Ein altbekanntes Duo hat sich mal wieder in Richtung Tabellenspitze geschlagen: James Dean und Joe Davis. Schon lange hat man die beiden nicht mehr zusammen da oben gesehen, mitunter lag es wohl daran, dass Joe zwischenzeitlich zu den Aufsteigern aus West Ham gewechselt ist. Nach 6 Saisons Abstinenz machen sich also wieder die Tabellenspitze unsicher, nicht zu unrecht, hat sich Joe doch mit genialem Fussballwissen den Weg nach oben erspielt. Die Hotspurs hingegen schießen sich wie einst Werder Bremen mit jeder Menge Toren den Weg zum Glück. Jedoch hat keiner von beiden die Tabellenspitze erklimmen können, den die ist mit 4 Punkten Entfernung von den Magpies besetzt. Jules W. scheint die Erwartungen an ihn mehr als zu erfüllen und ist damit nach sechs Spielen immer noch Tabellenfüher. Ob das nächste Woche immer noch so aussieht, sehen wir dann. Bis dahin.
Gruß,
Brute Force